Das Label für fair produzierte Arbeitskleidung

Baumwolle – Made in Kirgisistan

Eine Woche lang waren wir in Kirgisistan. Um genau zu sein in Dschalalabad, einer Stadt im Südwesten der zentralasiatischen Republik Kirgisistan. Von dort kommt die Baumwolle, aus der unser Partner Cotonea die tollen Stoffe macht, die wir zu Schürzen und Taschen verarbeiten. Die Bio-Farmer Initiative, eine Kooperative aus Bauern, die im Fruchtwechsel Baumwolle und Feldfrüchte wie Mais, Melonen und Kürbisse anbauen, hat uns über ihre Arbeit informiert. Aber wir haben auch Zeit bei den Bauern auf dem Feld verbracht. Der Anbau von Biobaumwolle garantiert eine Abnahmegarantie ist aber eine mühselige Arbeit. Die Ernte erfolgt von Hand bei hochsommerlichen Temperaturen von 27 Grad. Da die Baumwolle unterschiedlich reift, müssen die Bauern bis zu zehnmal über die Felder gehen, um sie zu ernten. Auch der Kampf gegen Schädlinge ist harte Arbeit, da Pestizideinsatz verboten ist. Doch dafür gibt es den Direktor der Nützlingszucht. Ein enthusiastischer Mann, der uns mit Herzblut über die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes von Nützlingen informierte und uns nicht nur begeisterte sondern auch restlos überzeugte. Bei dem Institut können sich die Biobauern kostenfrei Nützlinge wie Marienkäfer etc. holen, um etwaigen Schädlingsbefall zu bekämpfen. Beratung gibt es dort natürlich auch.

Eine weitere Station waren die Cotton Gins, wo die Baumwolle die erste Station der Verarbeitung durchläuft, indem sie gesäubert und entkernt wird. Die Kerne werden gesammelt und in den nächsten Jahren als Saatgut genutzt. Schließlich werden bis zu 230 Kilo schwere Baumwollballen gepresst, die dann weitertransportiert werden, um versponnen und gewebt zu werden. Letztendlich entstehen daraus unsere Schürzen und Produkte, die in Restaurants, Bäckereien, bei Catereren oder einfach zu Hause beim Kochen getragen werden. Kaum jemand denkt daran, dass der Ursprung unserer Schürzen ein Baumwollfeld im zentralasiatischen Kirgisistan ist.

Wir haben übrigens unsere Produkte mit nach Kirgisistan genommen und sie den Bauern und Mitarbeitern der Kooperative vorgestellt. Aisuluu die Marketingmanagerin der Kooperative war so freundlich und hat für uns Modell gestanden. Denn letztendlich sind unsere Produkte „Made in Kirgisistan“.

Einen ausführlichen Bericht zu unserer Reise nach Kirgisistan findet ihr in der nächsten Woche auf facebook.

 

Fotos: copyright KAYA&KATO