In jedem Betrieb gibt es mal Unstimmigkeiten. Die meisten lassen sich schnell aus dem Weg räumen. Wichtig ist aber für alle Beschäftigen, die Möglichkeit zu haben, sich mitzuteilen. Das gilt nicht nur für unsere Mitarbeiter in Köln sondern auch für unsere Produktionspartner. Da wir regelmäßig bei ihnen vor Ort sind, können wir bei Problemen persönlich angesprochen werden. Aber trauen sich die Menschen – zum Teil mit Sprachbarrieren – uns ihre Probleme, Unstimmigkeiten oder Schwierigkeiten direkt mitzuteilen? Wir glauben nicht.

Deshalb haben wir bei unseren Produktionspartnern das „Beschwerdemanagement“ ausgebaut: In unseren Partnerbetrieben wurden Kummerkästen installiert, die die Mitarbeiter für interne Belange nutzen können. Darüber hinaus finden die Arbeitnehmer/innen Aushänge mit unseren Kontaktdaten in Köln. Wir haben hier stets ein offenes Ohr für die Schwierigkeiten der Arbeitnehmer/innen unserer Partner.

Aber das hat uns noch nicht gereicht: Auf der Suche nach verbesserten Lösungen für Beschwerdemanagement sind wir Rahmen eines Workshops auf das Online-Tool „Gamified Web App“ aufmerksam geworden. Damit können sich Arbeitnehmer/innen in Fabriken spielerisch über ihre Rechte informieren und Sicherheitstrainings absolvieren. Über diesen Weg wird bald auch der Ablauf von Beschwerdemechanismen vereinfacht kommuniziert. Ein Kurs zu Beschwerdemanagement, der über Arbeitsrechte und -pflichten, Diskriminierung und Kommunikation informiert, ist eine gute Möglichkeit des Capacity Buliding.

Bisher hat uns noch keine Beschwerde erreicht. Das liegt auch daran, dass wir mit einem kleinen Kreis an ausgewählten Partnerbetrieben zusammenarbeiten, die wir regelmäßig persönlich besuchen. Trotzdem möchten wir für alle Belange unserer Partner und deren Arbeitnehmer/innen ein offenes Ohr haben und werden zukünftig über mögliche Beschwerden regelmäßig in unseren Jahresberichten informieren.

 

Fotocredit: Esther Mbabazi, Caritas International

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