Das Label für fair produzierte Arbeitskleidung

Zu Besuch bei den Baumwollbauern in Kirgisistan

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Wir wollen wissen, woher die Baumwolle für unsere Arbeitskleidung kommt, wer sie anbaut und erntet. Zur Erntezeit reisten wir nach Kirgisistan, um die Baumwollbauern vor Ort kennenzulernen und uns von den fairen Arbeitsbedingungen persönlich zu überzeugen. Im Gepäck: Produkte von KAYA&KATO, damit die Menschen vor Ort das Endprodukt ihrer Arbeit kennenlernen.

Landeanflug auf Osh. Noch keine Baumwollfelder in Sicht! Touristen gibt es auf dem Weg nach Kirgisistan übrigens eher selten: Nur zwei Mal pro Woche landet hier ein Flugzeug aus Europa. Rund 5,5 Millionen Menschen leben in Kirgisistan. Der Süden des zentralasiatischen Staates ist seit langem ein traditionelles Anbaugebiet für Baumwolle. Mit dem biologischen Anbau von Baumwolle können die Bauern jedoch einen höheren Preis auf dem Markt erzielen.

Von Osh reisen wir weiter nach Dschalalabad. Mit nur 89.000 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt des Landes. Hier besuchen wir die Bio-Farmer Initiative, eine Kooperative von Bauern, die im Fruchtwechsel Feldfrüchte wie Kürbisse, Melonen oder Mais und Baumwolle anbauen. Nurbek, Chef der Bio-Bauern, und Aisuluu vom Marketing stellen uns ihre Arbeit vor. Die Bauern-Kooperative hat mittlerweile 1.488 Mitglieder, die 2.031 Hektar biologisch bewirtschaften.

Am nächsten Tag geht es weiter auf das Baumwollfeld: Die Bauern produzieren Bio-Baumwolle von besonders hoher Qualität und Reinheit für die Arbeitskleidung von KAYA&KATO. Bei 27 Grad im Schatten bedeutet das harte Arbeit für die Frauen und Männer auf dem Feld. Auch weil sie das Feld bis zu zehn Mal begehen müssen, da die Baumwollpflanzen unterschiedlich schnell reifen. Zum Glück gibt es eine Abnahmegarantie, die allen eine faire Bezahlung und sichere Arbeitsplätze bietet.
Der Anbau von Bio-Baumwolle verbietet den Einsatz von Pestiziden. Doch wie bekämpfen die Bauern die Schädlinge auf ihren Feldern? Die Antwort erfahren wir auf der letzten Station unserer Reise in der Nützlingszucht. Enthusiastisch erzählt uns der Leiter von seiner Arbeit. In seinem Institut holen sich die Biobauern Nützlinge wie Marienkäfer kostenlos ab, die die Läuse fressen, die ihre Pflanzen befallen. Beratend steht das Institut den Bauern zur Seite, sodass sie wissen, wie sie unterschiedliche Schädlinge bekämpfen können. Wir sind begeistert und am Ende unserer Tour restlos überzeugt, dass diese Form der Schädlingsbekämpfung Zukunft hat!

Weiter geht‘s zu den Cotton Gins, den Entsäuberungs-Maschinen. Riesige Berge Bio-Baumwolle werden hier angeliefert, entkernt und gereinigt. Während die gesammelten Kerne in den nächsten Jahren als Saatgut zum Einsatz kommen, wird die saubere Baumwolle zu über 200 Kilo schwere Ballen zusammengepresst. Die Ballen werden weitertransportiert in die Spinnereien und Webereien, wo aus ihnen schließlich die tollen Stoffe entstehen, die die Basis unserer Schürzen sind.
Ebenso wie die Träger von Arbeitskleidung häufig nicht wissen, wo ihr Produkt herkommt, wissen die Bauern, die die Baumwolle anbauen häufig nicht, welche Produkte aus ihr entsteht. Daher haben wir ein paar Schürzen und Taschen mit nach Kirgisistan genommen und sie den Baumwollbauern gezeigt. Aisuluu, die Marketingmanagerin der Kooperative, legt gleich ein Modell für ein Foto um – vielen Dank!

Nach unserem Besuch sind wir davon überzeugt, dass die Bio-Baumwolle aus der Kooperative in Kirgisistan unter fairen Produktionsbedingungen in höchster Qualität angebaut wird. Mensch und Umwelt werden in den Vordergrund gestellt – damit sind die Voraussetzungen für uns von KAYA&KATO für die Zusammenarbeit erfüllt!

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