BAUMWOLLANBAU IN UGANDA

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Im Nordwesten von Uganda wird ein Teil der von uns verwendeten Bio-Baumwolle angebaut, auf Ackerböden, die wegen des Kriegs jahrzehntelang brachlagen. 20 Jahre herrschte in dieser Region ein blutiger Bürgerkrieg. Erst Mitte 2010 wurden die letzten Flüchtlingscamps geschlossen, und die Menschen kehrten in ihre Dörfer zurück. Vielfach gingen existentielle Dinge - wie das Wissen über den Landbau - verloren. Aber trotz des Bürgerkrieges gibt es sie noch, die alten Bauern, die den ökologischen Landbau bis ins Detail kennen. Denn das Land ist fruchtbar und natürlich durch Regen bewässert. Durch die Nähe zum Äquator können mehrere Ernten rund um das Jahr eingebracht werden. Erfahrene Bauern erzielen hier hohe Erträge. Die vielen jungen Bauern, die die Landwirtschaft nicht erlernen konnten, werden jetzt trainiert und geschult.

WARUM BIO-BAUMWOLLE?

Im Vergleich zur Weltbaumwollerzeugung ist Bio-Baumwollte noch ein seltener Rohstoff. Gerade einmal 0,8% der Welt-Baumwollernte stammen aus ökologischem Anbau. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: Beim Anbau von Bio-Baumwolle wird ganz auf chemisch-synthetische Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und gentechnisch verändertes Saatgut verzichtet. Monokultur wird vermieden und eine Fruchtfolge eingehalten. So laugen die Böden nicht aus, mehr sogar: sie werden durch den ökologischen Landbau fruchtbarer. Auf eine chemische Behandlung der Felder (Dünger und Pestizide) wird komplett verzichtet. Die Ernte der Baumwolle erfolgt von Hand, wodurch eine höhere Qualität erzielt wird. Giftige Entlaubungsmittel wie bei der maschinellen Ernte werden nicht eingesetzt. Während im konventionellen Baumwollanbau in Afrika Jahr für Jahr Menschen an Pestizidvergiftungen sterben, schützt die Einhaltung aller ökologischen Regeln beim Biobaumwollanbau Mensch und Umwelt. Die Fruchtbarkeit der Böden und die Sauberkeit des wichtigen Grundwassers werden auf natürlich Art erhalten. Auch die Schädlingsbekämpfung erfolgt auf natürliche Weise: von komplementären Nutzpflanzen oder der Zucht von Nützlingen, wie Wespen. Zudem werden die Bauern mit natürlichem Saatgut versorgt, und die Saaten werden gezielt gepflegt und weiter entwickelt. Jedes einzelne Feld wird sorgfältig begleitet und alle Maßnahmen in einem Report aufgezeichnet. Die Einhaltung aller ökologischen Regeln wird durch eine unabhängige Zertifizierungsorganisation überwacht.

BAUMWOLLBAUER ODER KUNDE: BIO-BAUMWOLLE BIETET VORTEILE FÜR ALLE SEITEN

Damit alle Seiten langfristig von den Ergebnissen der Zusammenarbeit profitieren, ist es notwendig, bestimmt für den Erhalt unserer Ressourcen einzutreten. So sind wir davon überzeugt, dass Arbeitskleidung von KAYA&KATO für alle ein Gewinn ist – für die Bio-Baumwollbauer in Uganda aber natürlich auch für unsere Kunden. Denn unsere Produkte aus Bio-Baumwolle sind aufgrund der ausgezeichneten Baumwollqualität langlebig, pflegeleicht, reiß- und scheuerfest und zeichnen sich durch einen hohen Tragekomfort aus. Da beim Anbau von Bio-Baumwolle auf Pestizide und giftige Entlaubungsmittel verzichtet wird und auch in der Weiterverarbeitung keine giftigen Chemikalien eingesetzt werden, ist unsere Arbeitskleidung zudem besonders hautfreundlich.

Die Bauern in Uganda profitieren von festen Abnahmepreisen aus der bewirtschafteten Fläche, die schon vor der Ernte vereinbart werden. Das Mengen- und Qualitätsrisiko übernimmt unser Partner. Zusätzlich gibt es einen Aufschlag für jedes geerntete Kilogramm. So können die Bauern von Anfang an mit festen Einnahmen kalkulieren. Und sie können sich auf eine langfristige Zusammenarbeit und Entwicklung verlassen.

In Schulungen erfahren die sie alles über Bodenfruchtbarkeit, Erosionsschutz, Nützlinge, Fruchtwechsel und Wasserhaushalt. Bäuerinnen und Bauern haben ein Mitspracherecht, dass sie gerne in Anspruch nehmen. Jede und jeder kann seine Wünsche und Bedenken vorbringen.

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Biologischer Baumwollanbau in Uganda, verschiedene Arbeitsschritte, fuer Elmertex
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