2020 war ein herausforderndes Jahr. Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass der persönliche Kontakt zu unseren Partnern weltweit auf virtuelle Treffen beschränkt blieb. Dies war zum einen gut, weil wir gesehen haben, welches Potenzial die Digitalisierung bietet. Auf der anderen Seite hat es aber auch gezeigt, dass der persönliche Kontakt nicht ausschließlich durch virtuelle Meetings ersetzt werden kann. Und so fanden auch die jährlich anstehenden Audits online statt – und das klappte erstaunlich gut.

In unserem Zertifizierungszyklus 2020 haben wir den Recyceld Claim Standard (RCS) und Ecological & Recyceld Textile Standard (ERTS) durch den Global Recycle Standard (GRS) ersetzt. GRS fasst aus unserer Sicht nicht nur die Anforderungen von RCS und ERTS sehr gut zusammen, sondern stellt auch höhere Ansprüche an Sozial- und Umweltstandards. Der GRS ermöglicht uns damit, den Recyclinganteil unserer (Fertig- und Zwischen-) Produkte zu überprüfen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die sozialen, ökologischen und chemischen Vorschriften in der Produktion erfüllt werden.

Darüber hinaus haben wir den Global Organic Textile Standard (GOTS) für unsere Biobaumwoll-Produkte auditieren lassen sowie die chemische Behandlung unserer Produkte mit OEKO-TEX 100 prüfen lassen. Aus unserer Sicht ein wichtiger Punkt für Bekleidungsstücke, die für die Arbeit genutzt werden und unter hoher Belastung viele Stunden getragen werden. Als weiteres Zertifikat haben wir uns durch das staatliche Label des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Grüner Knopf auszeichnen lassen. Alle Audits wurden von uns und unseren Partnern entlang der gesamten Lieferkette erfolgreich durchlaufen, sodass all unsere Produkte weiterhin umfassend zertifiziert sind.

Aber 2020 war auch ein Jahr, das wir genutzt haben, um auszuloten, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit sinnvoll verbunden werden kann. In unserem mehrwöchigen Kooperationsprojekt mit dem Tech-Unternehmen IBM, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben wir via Blockchain Technologie unsere Lieferkette vom Faseranbau bis zum Endprodukt abgebildet. Alle in der Produktion eingesetzten Materialien wurden damit rückverfolgbar und Informationen fälschungssicher hinterlegt. Ein erster Schritt in umfassende Informationstransparenz auf den wir sehr stolz sind.